Master of Desaster… und jetzt?

Und jetzt? Kennt ihr diese Szene bei Findet Nemo, als die Fische es aus der Zahnarztpraxis rausgeschafft haben und in ihren Plastiktüten im Meer schwimmen? So fühle ich mich gerade. Gestern habe ich meine Masterarbeit abgegeben – und bis auf ein Praktikumsbericht und meine Disputation bin ich damit fertig mit meinem Masterstudium. Mit studieren im generellen. Ich hatte bereits einen Post über diese Situation geschrieben, und irgendwie habe ich viel nachgedacht und das Bedürfnis, euch auf diesem Weg mitzunehmen. Die Veränderungen zu benennen – denn es gibt sie, auch, wenn ich sie vielleicht nicht wahrnehme.

Ich habe immer schon viel nachgedacht und immer schon gerne geschrieben. Zwei Dinge, die ich wohl auch nicht ablegen werde. Und zwei Dinge, die auch dieser Blog perfekt vereint, wenn ich so darüber nachdenke. Nichtsdestotrotz ist so einiges passiert in meinem Kopf. Und das wichtigste: Ich habe meinen Frieden mit der Situation geschlossen. Ich weiß, dass es irgendwie gut wird. Und auch, wenn ich im Moment noch gefühlt fünfzigtausend Ideen und Projekte habe, die ich verwirklichen möchte. Ich möchte ein Buch schreiben, und wann, wenn nicht jetzt? Ich möchte irgendwie immer noch einen Podcast aufnehmen. Ich möchte einfach meine Stimme finden, einen Safe space für die Menschen um mich herum sein. Ich möchte, dass Menschen sich in meiner Gegenwart wohl fühlen. Ich möchte vor allem Beziehungen aufrechterhalten und ein Netzwerk aufbauen, auf das ich mich verlassen kann und in dem sich Menschen gegenseitig unterstützen.

Ich habe aber Vertrauen in mich, ich weiß, dass sich das irgendwann auflösen wird. Ich mache mir keine Gedanken mehr darum, ob ich im Oktober, im November oder vielleicht erst im Januar 2021 einen Job finde. Ich will nicht mehr einfach nur das erstbeste nehmen, nur, weil es sich halt anbietet. Ich mache mir vorerst einmal keine Gedanken darüber, ob ich mich und meine Persönlichkeit, meine Wünsche und meine beruflichen Hoffnungen definieren muss, wenn ich auf social Media unterwegs sein will. Es ist mir schlichtweg egal – Hauptsache, es macht mir Spaß und beflügelt meine Kreativität. Und wenn es auch nur eine Person da draußen anspricht, ist es mehr, als ich je gehofft habe.

Gerade jetzt ist es mir einfach wichtig, mir Zeit für mich selbst zu nehmen, für die ganze Kreativität, die Ideen, die ich irgendwie aus Hildesheim mitgenommen habe, und aufgrund von Zeitmangel hier in München einfach in die hinterste Ecke meines Schrankes gepfeffert und fast schon vergessen habe. Es klingt fast schon wieder klischeehaft, wenn ich mich so häufig wiederhole. Aber mit 25 ist es mir einfach wichtig, mich und meine Wünsche zu kennen, und sie auch ausdrücken zu können. Wer bin ich? Wohin möchte ich gehen? Mit wem möchte ich dahin gehen? Und, ganz zum Schluss natürlich die Frage: Wie komme ich dahin? Ganz wichtig ist es glaube ich, dass ich lerne, mit den Ambivalenzen des 21. Jahrhunderts klarzukommen – und wenn es mir noch so schwer fällt. Ich kann nicht die ganze Welt zu einem perfekten Ort machen, und ich kann auch nicht alle Menschen verbessern, egal, wie sehr ich das vielleicht möchte. Und daher werde ich das auch nicht mehr versuchen – denn das deprimiert viel zu viel und nimmt zu viel Kraft weg. Ich möchte mich da engagieren, wo es in meinen Augen wichtig ist, mich viel mit Politik beschäftigen, mich mit LGBTQ-Rechten und Feminismus, dem Klimawandel und Rassismus auseinandersetzen. Es sind die Themen, die mich gerade tagtäglich aufs Neue reizen, die Themen, bei denen ich immer wieder neue Dinge lerne, weil sie sich so schnell entwickeln. Weil sie mitten in der Gesellschaft sind. Und ich habe festgestellt, dass ich das liebe. Sehr sogar. Und ich weiß, dass ich auch in dieser Gesellschaft meinen Platz finden werde, und dann die Chance habe, sichtbar zu werden. Dinge zu verändern und Menschen an die Hand zu nehmen, wie ich es mir gewünscht hätte. Ich habe eine Vision, und sie erstrahlt in Regenbogenfarben vor mir. Das klingt jetzt wieder viel zu kitschig, aber es fühlt sich für mich so an, dass ich mir irgendwann das Leben so erschaffen kann, wie ich es mir vorstelle. Und genau die Zeit ist jetzt gekommen. Die Zeit, um großartiges zu bewegen. Die Zeit, um Menschen zu erreichen. Die Zeit, um Dinge zu verändern. Die Zeit, um mich selbst kennen zu lernen und mir selbst treu zu werden. Die Zeit, um zu zeigen, wer ich bin. Denn das bin ich mir wert.

Zukunftsperspektiven?

Studium abgeschlossen – zumindest fast! Die Masterarbeit ist in den letzten Zügen, und irgendwie kann ich noch nicht ganz begreifen, dass diese Zeit bald vorbei sein sollte. Und das dank Corona auch noch ein wenig anders als geplant. Überhaupt ist gerade alles ein bisschen anders als geplant.

Eigentlich dachte ich, ich hätte absolut keine Probleme, einen Job nach dem Masterstudium zu finden. Tja – weit gefehlt. Denn nun hat auch mich die Realität eingeholt – und eine Absage folgt auf die andere, woraufhin wieder drei Bewerbungen folgen. Das Problem liegt nicht mal, dass es keine Stellenausschreibungen gibt. Das Problem ist die Art und Weise, wie diese Stellenausschreibungen aufgebaut sind. Oder wie die Unternehmen glauben, dass sie was gutes tun, weil sie ja Leute einstellen. Tja – auch hier: Weit gefehlt. Volontariate, bei denen man mit abgeschlossenem Studium 6€/Stunde verdienen soll? Vielleicht, wenn’s gut läuft, auch noch 10€? Schwierig. Noch schwieriger allerdings ist es, als Berufsanfängerin, die bislang zwar unterschiedliche Praktika gemacht hat, Projekte und sogar einen Werkstudentenjob hatte, eine festen Arbeitsplatz zu finden. In Vollzeit. Unbefristet. Immerhin müsste ich extra für die Stelle an einen neuen Wohnort ziehen – sofern diese nicht gerade in Luxemburg ist.

Auch hier sieht die Situation dank Corona im Kulturbereich aktuell leider nicht extrem rosig aus. Dazu kommt, dass ich immer noch viele unterschiedliche Interessen habe, und mich nicht so richtig entscheiden kann, wo es hingehen soll.

Möchte ich beim Radio arbeiten, oder in einer Kulturredaktion? Vielleicht. Da bezweifle ich aber, dass meine drei Seminare und die drei Monate, die ich als freie Mitarbeiterin bei der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung gearbeitet habe, ausreichen als Erfahrung. Trotzdem könnte man eine journalistische Ausbildung oder ein weiteres Studium im Hinterkopf behalten, falls absolut gar nichts bei meinen Bewerbungen rumkommen sollte.

Nach wie vor sind aber auch immer noch Festivalmanagement und Orchestermanagement reelle Optionen für mich, in denen ich mich auch in Zukunft sehe. Gerade Orchester sind nach wie vor meine Leidenschaft.

Was ich allerdings auch für mich entdeckt habe, dank meiner Masterarbeit, ist der kulturpolitische Bereich. Hier finde ich in Deutschland vor allem die Verbandsarbeit, aber auch die Institutionen des Bundes durchaus spannend. Dies sind eben nach wie vor Orte, an denen man tatsächlich etwas in der Gesellschaft verändern kann. Etwas, das mir persönlich besonders wichtig ist bei meiner Berufswahl.

Weiterhin kann ich es mir auch vorstellen, erstmal noch ein Jahr ein Volontariat zu machen – wenn die Arbeitsstelle denn spannend ist und ich halbwegs genug verdiene. Hier in Luxemburg gibt es da so einiges an Möglichkeiten, die ich glaube ich auch

Und auch mein Buchprojekt steht immer noch in den Startlöchern. Ich möchte da tatsächlich etwas schreiben, was mir auch persönlich gefällt und womit ich mich die letzten Jahre intensiv beschäftigt habe. Da gibt es zwar die Kultur, aber ich habe jetzt nicht das Gefühl, dass ein persönliches Buch über meine Beziehung zur Kultur/Musik so viele Leute inspirieren würde. Daher handelt das Buch nicht über meine Beziehung zur Kultur, sondern über Beziehungen – oder eben auch Nicht-Beziehungen zu anderen Menschen. Es wird also um Freundschaft und Liebe gehen. Ich denke, damit können fremde Menschen schon ein wenig mehr anfangen. Und noch spannender könnte es dann werden, wenn dieses Buch eine Coming-Of-Age-Geschichte ist, gemischt mit Sachbuch-Beiträgen zu klugen Themen, die mich eben beschäftigt haben während der letzten 5 – 10 Jahren.

Ihr merkt schon – es gibt eine Fülle an Möglichkeiten und ich schwebe wohl ein wenig weiter in der Luft, bis ich eben etwas gefunden habe, womit ich mich auch wohl fühle. Das ist das allerwichtigste für mich persönlich. Ich bin auf jeden Fall gespannt, wo mich die Reise hinführen wird. Und auch ein bisschen besorgt, und vielleicht auch ein bisschen panisch, aber ich glaube, irgendwo ist das auch nochmal. Und wenn ich erst im Oktober irgendwo etwas gefunden habe, das ich gerne machen möchte, dann ist es eben erst im Oktober oder November. Davon geht die Welt glaube ich nicht unter! Welche Möglichkeiten habt ihr denn? Was habt ihr damals (falls euch die Situation bekannt vorkommt?) gemacht? Welche Tipps habt ihr?

Ich hoffe, euch geht’s gut, ihr habt bislang alles gut überstanden und hängt nicht so hilflos in der Luft rum! Und wenn doch: Einfach mal die Bein baumeln lassen! Lasst es euch gut gehen und haltet die Ohren steif!

Eure,

Caro xx

Rezension – Maja Lunde. Die Geschichte der Bienen

Zu Beginn gleich eine rein rhetorische Frage: Sind Buchclubs eigentlich noch ein Ding? Klar, der von Oprah explodiert quasi – aber es ist auch Oprah. Und auf bookstagram werden auch häufig sogenannte „buddyreads“ zelebriert, also Bücher zusammen mit einem oder mehreren anderen Accounts (je nach Reichweite und Motivation) lesen und drüber diskutieren, so gut wie das auf instagram eben geht. Aber so richtige Buchclubs, in denen sich getroffen wird, ein Buch gemeinsam gelesen wird und darüber diskutiert wird? Ich habe nicht das Gefühl, dass das gängig ist. Und weil ich das immer faszinierend finde, habe ich kurzerhand auf meinen Social Media-Kanälen rumgefragt, wer denn auf sowas Bock hätte.

Innerhalb eines Tages hatte ich auch 4 gute Freundinnen zusammen – und wir haben also jetzt einen virtuellen Buchclub. Bislang haben wir ein Buch zusammen gelesen und darüber diskutiert. Vor allem aber geht es in unserem Buchclub darum, neue Bücher kennenzulernen, über Bücher diskutieren zu können, sich zu beklagen über doofe Hauptcharaktere (Mal ehrlich, das brauchen wir doch alle mal ab und zu, oder?), schöne Momente zu feiern, Plots zu diskutieren und Autor*innen und Verlage zu huldigen, die uns den Alltag so sehr verschönern.

Ich würde auch immer noch total gerne einen richtigen Buchclub ins Leben rufen, aber aktuell ist das ja leider noch nicht möglich – und tatsächlich bin ich auch gerade am überlegen, wie sich einen berufliche Zukunft für mich entwickeln könnte, wenn ich mich dazu entscheiden sollte, im Literaturbereich Fuß zu fassen, was ein absoluter Traum von mir wäre.

Aber genug davon – ihr fragt euch sicherlich, welches Buch wir denn im Monat Mai zusammen gelesen haben. Nun, so viel vorab: Der Roman wurde im März 2017 in Deutschland veröffentlicht und konnte sich gleich nach seinem Erscheinen in den Top 10 der Bestsellerliste des  Spiegel etablieren. Mit 350.000 verkauften Exemplaren war es 2017 das erfolgreichste Buch in Deutschland und auch vom Online-Buchnetzwerk LovelyBooks erhielt es den Lesepreis 2017.

Es handelt sich dabei um kein geringeres Buch als „Die Geschichte der Bienen“ von Maja Lunde. Das hochaktuelle Thema des Bienensterben bekam durch den Roman internationale Aufmerksamkeit, die ihm so vermutlich nicht zugeteilt worden wäre. Worum geht’s in der Geschichte? Nun, eigentlich werden drei Erzählstränge aus verschiedenen Zeiten in 3 unterschiedlichen Jahrhunderten miteinander verbunden. Ein Handlungsstrang spielt dabei in der Vergangenheit – 1852 in England, wo der Naturwissenschaftler William Savage in einer Lebenskrise steckt, weil er in seinen wissenschaftlichen Arbeiten nicht die Anerkennung bekommt, die er sich wünscht. Im Jahr 2007 in Ohio hingegen wird der amerikanische Imker George Savage mit dem sogenannten Bienensterben konfrontiert. Der dritte und hauptsächliche Handlungsstrang, durch den die drei Geschichten miteinander verbunden sind, spielt in der Zukunft. Im Jahre 2098 arbeitet die Chinesin Tao als Bestäuberin, um das Überleben der Menschen zu sichern, da die Bienen ausgestorben sind. Der Tag, an dem ihr Sohn Wei-Wen einen mysteriösen Unfall hat, ändert alles – denn die Entdeckungen, die Tao daraufhin macht, werden in die Geschichte der Bienen eingehen.

Sprachlich hat mich der Roman nicht so sehr begeistern können – nüchtern und klar, ohne allzu viele Ausschweifungen und Beschreibungen wird das Gefühlsleben der Protagonist*innen erläutert und bringt die Handlung weiter. Hier kommen aber bereits die ersten Mängel zum Vorschein: Die Charaktere scheinen nicht richtig ausgearbeitet und wirken flach, ihre Motive nicht wirklich nachvollziehbar – und damit wirken die Handlungen auch teilweise willkürlich und nicht ganz zusammenhängend. Leider scheint es auch so, als hätte das Lektorat eine Menge gekürzt, sodass die Zusammenführungen der einzelnen Geschichten am Ende nur passiv an den Leser herangetragen werden, was dem ganzen ein bisschen Spannung nimmt. Auch einige Szenen der Geschichte scheinen nicht ganz durchdacht zu sein – oder zumindest habe ich den Zusammenhang und die Logik dahinter nicht erklären können. Der Roman liest sich für mich ein wenig so, als hätte die Autorin zunächst so geschrieben, dass sie selbst das Ende noch nicht wusste – und dann hätte sie bei 400 Seiten gemerkt, dass es doch jetzt knapp wird und in ihre „deus-Ex-Machina“-Kiste gegriffen. Sehr schade – denn eigentlich können unterschiedliche Handlungsstränge mitunter eine sehr spannende Auflösung erleben, wenn sie gut geschrieben sind (siehe z.B. Laetitia Colombani). Leider konnte mich Maja Lunde hier gar nicht begeistern.

Auch das Thema Bienensterben kam mir irgendwie ein wenig zu kurz, denn für mich fehlte ein wenig die Recherche und harte Fakten dazu, die man ganz gut in das Leben von Tao hätte einbinden können. Leider geschah dies nur sporadisch, sodass es für mich irgendwie so scheint, als hätte die Presse das mit dem Bienensterben komplett aufgebauscht, während der Roman eigentlich eher ein Familienroman sein sollte, in dem Gedanken und Gefühle der Protagonist*innen dargestellt werden. Denn das wurde sehr ausführlich getan, wenn ich persönlich auch nicht immer die Logik dahinter verfolgen konnte.

Kurz: Der Roman hat mich zwar zum Nachdenken bewegt, aber nicht so, wie ich mir das bei einem mehrfach nominierten Roman und internationalem Bestseller gewünscht oder vorgestellt hätte. Damit war „Die Geschichte der Bienen“ von Maja Lunde in meinen Augen ein ziemlich schwacher Auftakt des „Klimaquartetts“, der mich nicht wirklich dazu motiviert hat, mir auch „die Geschichte des Wassers“ oder der im Herbst erschienene dritte Teil, „die letzten ihrer Art“, zu besorgen. Wie ging es euch mit dem Buch? Habt ihr es schon gelesen? Lasst uns gerne in den Kommentaren darüber diskutieren, immerhin könnte sich dadurch meine Sichtweise erweitern und vielleicht den ein oder anderen Blickwinkel neu beleuchten!

hustle hustle

… und warum hier immer noch nichts passiert.

Ich denke, euch ist allen klar, dass das hier wohl nie tatsächlich etwas regelmäßiges von mir wird, etwas, das ich wirklich aufrecht erhalten kann. Denn es ist klar, immer, wenn ich durch Zufall wieder auf meine Seite finde, merke ich, wie ich eigentlich öfter bloggen möchte, aber dann doch immer wieder vergesse. Tja. So ist das im Leben, kann man wohl nichts machen. Und trotzdem werde ich die Seite nicht löschen. Ich mag dafür alles, was ich bisher produziert habe, viel zu sehr – und wer weiß. Vielleicht bin ich demnächst mit irgendwas selbstständig, und bin sehr glücklich über diese WordPress-Seite, die Domain finde ich toll, und ansonsten bleibt es einfach ein Tagebuch, für alles und für nichts, auf dem irgendwie alle paar Monate ein Lebenszeichen erscheint, aber auch nicht wirklich.

Momentan ist einfach nur sehr viel Uni, noch eine Gruppenarbeit hier, ein Gruppentreffen da, noch ein bisschen die andere Internetseite bearbeiten, und irgendwie viel Zeit haben, aber dann irgendwie auch wieder nicht. Gerade bin ich wieder in meiner Heimat, in Luxemburg, hab mir eine Woche Auszeit nach Ostern gegönnt. Morgen ist Konzert meines Orchester, das ich mitspiele. Sehr viele Bewerbungen schreib ich zur Zeit, für Praktika, für Werkstudentenjobs, für Aushilfsjobs, die ich neben dem Studium machen kann, um meine Kasse wenigstens ein bisschen aufzubessern und meinen Eltern nicht in der Tasche rumzuliegen. Irgendwie ständig auf der Suche nach was neuem, nach einer Herausforderung, altbekanntes wird schnell langweilig – typisch Widder eben. Ständig unterwegs, aber gefühlt nur Kurven laufen, ich komm nicht richtig voran, trete mir selbst auf die Füße. Irgendwie häng ich zwischen den Zeiten rum. Nicht mehr richtig Studentin, aber irgendwie doch volle Konzentration aufs Studium, Bock auf arbeiten, auf spannende Projekte organisieren, auf Podcasts aufnehmen, auf Kulturräume schaffen, Möglichkeiten eröffnen, auf spannende Zusammenarbeiten, aber gleichzeitig auch ideenlos, und wenn ich hier rumsitze, wird auch nicht viel passieren, auch das weiß ich. Wann kommt die große Aufklärung, wann weiß ich endlich, was ich will? Wann weiß ich, dass ich hier her gehöre, dass ich richtig bin, dass alles zu was führt, dass ich nicht in 2 Jahren arbeitslos und pleite bin?

Das kann mir wohl keiner beantworten, und ich selbst werd’s wohl auch nur herausfinden, wenn ich Dinge mache, und dran bleibe. Immer nur am hustlen, rastlos hin und her, Dinge ausprobieren. Vielleicht finde ich nicht den Traumjob, sondern er mich. Wer weiß das schon. Tja, so ist das Leben, die Zeit vergeht, immer schneller, immer weiter, nichts hält uns auf. Ich muss mich dann auch wieder auf die Socken machen, die nächste Hausarbeit muss geschrieben werden, und die Projekttreffen bereiten sich auch nicht von alleine vor. Wir lesen uns, wenn’s wieder was spannendes zu berichten gibt. Wenn ich wieder das Gefühl habe, dass ich was zu sagen habe. Ansonsten lasse ich mal alle anderen schreiben, und sich den Mund fusselig reden. Das können manche von euch nämlich viel schöner als ich! Der Post hier ist kein Abschied, nur eine kleine Atempause. Bis dahin… Macht’s gut ❤

Eure,

Caro xx

Servus! Lebensupdate – Bachelorarbeit – Masterstudium

Ihr Lieben! Völlig verrückt, was in letzter Zeit hier so los war!

Ich hab meine Bachelorarbeit angemeldet – das Thema? „Klassische Klavierstars und die Mediamorphose. Eine Imageanalyse am Beispiel von Vladimir Horowitz und Lang Lang“. Super spannend, und für mich als Pianistin genau das richtige. Momentan läuft es meistens auch sehr gut mit dem schreiben – logisch, ich hab in 10 Tagen Abgabe. Klar, dass da noch ein Blogpost davor sein muss. Sonst wäre das ja nicht verrückt genug! Aber nicht nur die Bachelorarbeit ist bei mir endlich fast durch. Ich weiß auch, wo ich ab Oktober studieren werde. Ich wurde tatsächlich für den Masterstudiengang Kultur- und Musikmanagement an der Hochschule für Musik und Theater angenommen.

Mal wieder so eine Story, die ich vor nem Jahr selber nicht geglaubt hätte. Fast hätte ich meine Bewerbung nicht mal hingeschickt, da ich zugegeben von dem, was die Münchener Politiker und Politikerinnen so vom Stapel lassen nicht gerade begeistert bin. Dann aber kam die Absage von Frankfurt – und kurzfristig und spontan entschloss ich mich doch dazu, den Aufsatz fertig zu schreiben. Ich erhielt eine Einladung, fuhr zum Vorstellungsgespräch, absolvierte die Gruppenarbeit sowie die Präsentation inklusive Einzelgespräch, und hatte danach tatsächlich ein recht gutes Gefühl, denn ich konnte alle Fragen beantworten und hielt auch meine Nervosität einigermaßen im Griff.

Inzwischen war ich nochmals in München, für einige Tage, damit ich vor Ort ein paar Wohnungsbesichtigungen machen könnte. Auch deswegen war München zu Beginn nicht unbedingt mein Favorit. Aber die Stadt meint es wohl allzu gut mit mir: Am Mittwochabend fuhr ich hin, am Donnerstag hatte ich meine erste Besichtigung.  Am Montag hatte ich die Frau angeschrieben, eine WG-Neugründung für 2 Jahre zur Untermiete in einem Einfamilienhaus. Mit Balkon, mit Garten und Katze. nur 20 Minuten mit der S-Bahn entfernt von der Hochschule. Das klang irgendwie alles zu schön um wahr zu sein. Donnerstag morgen kam ich dann auch erstmal zu spät, weil die S-Bahn dank Polizeieinsatz ausfielen, die U-Bahn Probleme hatte und ich dadurch meinen Anschlussbus verpasste. Statt wie geplant um 10 Uhr war ich um kurz nach 11 am Haus. Schien aber Eindruck gemacht zu haben – denn bereits abends hatte ich von der Hausbesitzerin eine Zusage. Wie viel Glück kann man eigentlich noch haben?

Seitdem freue ich mich pausenlos aufs Umziehen. Jedes Mal, wenn ich die 2 Tage danach in München war und die U-Bahn-Haltestation „Rosenheimer Platz. Ausstieg zum Gasteig.“ -Ansage kam, wurde ich ganz hibbelig. Und auch ein bisschen stolz, zugegebenermaßen. Der Studiengang soll wohl extrem klein sein, aber auch sehr fordernd – nach dem Modulplan gibt es nicht so viele freie Auswahl, dafür aber eine Menge Input. Und dafür studiere ich ja noch weiter. Jackpot! Wie anstrengend es dann wirklich wird, sehen wir ja im Oktober. Davor heißt es aber noch: Endspurt zur Bachelorarbeit, Ende August Umzug, dann eine Woche Urlaub in Portugal und anschließend noch etwas genießen…

Ich hoffe, euer 2018 verläuft auch so wunderbar und ihr könnt die Hitzewelle – im Gegensatz zu mir – genießen und halbwegs gut überstehen. (Dachgeschosswohnung und Bachelorarbeit seit 6 Wochen durchgängig 30Grad grüßen meinen Kreislauf!) Fotos vom Zimmer gibt es auch, sobald ich mich in München eingelebt habe und mich an das Großstadt- und WG-Leben (was ja für mich auch komplett neu sein wird) gewohnt habe… Jetzt bleibt eigentlich nur noch eins: O‘ zapft is!

Eure Caro xx

European values

¡hola!, bonjour!, Ahoj!, Merhaba!, Здравствуйте! Χαίρετε! 

Ich bin wieder da! In letzter Zeit ist bei mir unglaublich viel los, aber gott sei Dank auch sehr viel spannendes! Neben Vorstellungsgesprächen für Masterstudienplätze (Weimar und München sind bei mir schon durch, es kommen noch Hamburg und Ludwigsburg). fanden auch zwei Projekte von mir statt und meine letzte Studienleistung als Bachelorstudentin hab ich auch hinter mir. Ihr merkt – langweilig wird es bei mir nicht. Heute möchte ich euch allerdings kein Life-Update geben, sondern mit euch über etwas anderes reden. Auch nicht über chinesisch – nein. Es soll um etwas gehen, das uns alle betrifft – nämlich Europa. Wie ihr vielleicht mitbekommen habt, war am 9. Mai der Europa-Tag. außerdem stehen die nächsten Europa-Wahlen vor der Tür, und da ist es natürlich ein wichtiges Anliegen der EU, den Zusammenhalt der Bürger*innen zu fördern. In diesem Rahmen habe ich an einem 10-tägigen Projekt in Luxemburg teilgenommen, das sich mit den europäischen Werten auseinandergesetzt hat. Teilgenommen haben Menschen aus Luxemburg, aus Portugal, Griechenland, der Türkei, Lettland und aus der Slowakei. Und weil es mir so unglaublich viel Spaß bereitet hat, möchte ich euch ein bisschen über die Tage berichten.

Mich erreichte eine Mail von der luxemburgischen Musikschule, dass sie noch Leute suchen, die an diesem Projekt teilnehmen wollen. Ich meldete mich kurzerhand und sehr spontan an – ca. eine Woche vor Projektbeginn. Ich dachte mir, dass es ideal wäre, um neue Menschen kennenzulernen, um meine interkulturellen Fähigkeiten zu erweitern, und vielleicht ließe sich das ganze ja sogar mit dem Zertifikat für interkulturelle Kompetenz und Kommunikation verbinden, das ich gerade an der Uni absolviere. Ich sollte recht behalten.

Sinn der Sache war es, mehr über die EU, europäische Kulturpolitik und die Europäische Kommission zu lernen, aber auch, um Wege zu finden, die europäischen Werte, die ja gerade dank dem BREXIT heiß diskutiert werden sowohl zu verteidigen wie auch zu verbreiten. Im Rahmen des Projektes, das vom Erasmus+-Programm gefördert wurde, waren wir am Europa-Tag im luxemburgischen Robert-Schumann-Gymnasium und haben mit den Schülern der 11. und 12. Klasse workshops durchgeführt, in denen wir jeweils über Werte wie Freiheit, Demokratie, Frieden, Menschenrechte, Solidarität, Vielfalt, Zusammenhalt, Hoffnung, Respekt, Inklusion, Freude und Willenskraft diskutiert haben und die Ergebnisse dann vor Mitgliedern aus dem europäischen Parlament sowie vor Xavier Bettel, dem luxemburgischen Premierminister, vorgestellt haben. Ich fand, es war eine super spannende Präsentation und auch der Premierminister hat eine schöne Rede gehalten über das, was für ihn die europäische Union ausmacht. Auch der Direktor der Musikschule Paul Scholer hat kurz geredet. Danach haben wir als Gruppe noch die „Human Hymn“ gesungen.

Die Human Hymn ist eine ganz besondere Art und Weise, wie man die Werte Europas weitertragen kann. Musik ist ja bekanntlich eine Sprache, die jeder Mensch versteht, eine universelle Sprache, mit Hilfe derer Menschen schon oft zueinander gefunden haben, obwohl sie eigentlich keine gemeinsame Sprache sprechen. Musik macht’s eben möglich. Genau deswegen finde ich das Konzept der Human Hymn so besonders. Über die Ausführung, gerade bei uns, kann man natürlich streiten, aber die Idee ansich ist super schön: Auf die Melodie von „Ode an die Freude“, also dem letzten Satz der 9. Sinfonie von Beethoven, singen zuerst alle die erste STrophe in ihrer Muttersprache. Das war ein ziemliches Durcheinander, aber ich mag die Symbolik dahinter. Anschließend haben wir alle gemeinsam auf Französisch den Artikel der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Ein ziemliches Statement also, und es war schön, Teil dieses Projektes zu sein.

Zwar habe ich inhaltlich aus dem Projekt nicht so viel mitgenommen, dennoch bin ich extrem froh, Teil des ganzen gewesen zu sein. So war ich zum Beispiel das erste Mal in Schengen, und auch die Visite in der Stadt Luxemburg war ziemlich interessant, da unsere Tour-Guide viel wusste und ich somit neues über die Orte der Stadt kennengelernt habe. Und das, was meiner Meinung nach das wichtigste, bzw. die wichtigste Erkenntnis des Projektes war, hatte sowieso nichts mit workshops oder Wissen zu tun, sondern mit Menschen.

Ich habe so viele coole Menschen kennengelernt, hatte eine richtig gute Zeit und habe gelernt, wie wichtig es ist, ein gemeinsames Ziel zu haben, wenn man etwas erreichen will. In diesen 10 Tagen haben wir miteinander gegessen, geschlafen, gesungen, wir haben miteinander gelacht und uns aufgeregt. Wir haben gewartet und Dinge erarbeitet, uns gegenseitig kennengelernt, unsere Länder vorgestellt, wir haben unsere Kulturen kennengelernt. Das ganze kam mir vor wie ein Karneval der Kulturen. Außerdem habe ich zu einigen Menschen immer noch Kontakt und bekomme diesen Sommer wahrscheinlich Besuch aus Kroatien. Und wenn das nicht mal ein Beweis dafür ist, dass diese Kooperation funktioniert hat, weiß ich auch nicht!

Ich habe vor allem zu den Menschen aus der Slowakei super viel Kontakt gehabt, aber auch viel mit den Griechen und den Portugiesen kommuniziert und konnte eine Menge Vorurteile aus dem Weg räumen. Ja, auch ich habe Vorurteile, und auch ich muss gegen sie ankämpfen. In unserer Gruppe waren eine Menge Flüchtlinge dabei, mit denen wir eine super gute Zeit hatten, ich durfte sogar eine Amerikanerin kennenlernen, die an dem Projekt teilgenommen hat, weil sie in der Philharmonie in Luxemburg ein Praktikum gemacht hat – quasi also meine Doppelgängerin. Gegen Ende hin waren wir eine richtig tolle Truppe, bunt zusammengewürfelt, aber wir alle hatten diese 10 Tage miteinander erlebt, das hat uns zusammengeschweißt. Dementsprechend hart war auch der Abschied und die Rückkehr ins alltägliche Leben.

P1140438

Mir hat sich in der Zwischenzeit die Frage aufgeworfen, was Kultur eigentlich ist. Klar, dass man das nicht pauschal beantworten kann. Fest aber steht, dass Kultur von Menschen gestaltet wird – sei dies nun eine landesspezifische Kultur, eine europäische Kultur oder sonst eine gruppenspezifische Kultur, zu der man sich zugehörig fühlt. Kultur kann und muss unterschiedlich sein. Kultur sollte bunt sein, Dissonanzen enthalten, Kultur wird erst in dem Moment spannend, in dem einem bewusst wird, dass man sie eigentlich nie ganz erfassen kann, weil sie sich ständig wandelt. Es gibt nicht „die“ Kultur.

Aber nicht nur über Kultur(en) habe ich mir Gedanken gemacht, sondern auch über die EU und das europäische Parlament. Wie möchte ich meine Werte verteidigen, was kann ich dafür tun, dass in der Politik wieder menschlich gehandelt wird? Wie wichtig ist Europa tatsächlich und welche Aufgaben und Pflichten haben wir als Bürger*innen? Mit diesen Fragen habe ich mich mal mehr oder mal weniger intensiv beschäftigt, teilweise war ich sogar auf dem Punkt, dass ich mir vorstellen kann, in Zukunft auch kulturpolitisch aktiv zu werden (und das, obwohl ich bis dahin besonders nationale Kulturpolitik eigentlich nie wirklich spannend fand, was aber eventuell auch an unserem Dozenten lag). In Passau gibt es nämlich einen tollen Masterstudiengang, der sich „European Studies“ nennt, und dessen Profilbildung mir richtig gut gefällt. Vielleicht etwas, das sich mit Kulturmanagement verbinden lässt.

Wie auch immer – ich hoffe, ich konnte euch mal wieder anregen. Verzeiht, dass in letzter Zeit so viel Text kommt und eher weniger Bilder. Ich hänge hier noch ein paar Bilder mit dran, die während des Projektes gemacht wurden und hoffentlich deutlich machen, wie schön die zehn Tage im Mai waren. Nehmt ihr auch gerne an solchen Projekten teil? Oder traut ihr euch nicht? Für mich persönlich waren das bisher immer die schönsten Erinnerungen, deshalb werde ich auch weiterhin an solchen internationalen Projekten teilnehmen und mich auf dieser Basis engagieren. Und ich wünsche mir, dass ihr euch das auch traut – denn nichts ist in politisch schwierigen Zeiten wichtiger als kulturelles und kulturpolitisches Engagement! Lasst uns gemeinsam für eine faire europäische Gemeinschaft kämpfen!

Eure,

Caro xx

P1140250P1140281

DSC_0067DSC_0071DSC_0105DSC_0141DSC_0184DSC_0210DSC_0221DSC_0223DSC_0249DSC_0899DSC_0927DSC_0930DSC_1015

 

Edinburgh & Aberdeen

Ihr Lieben! Ich melde mich auch schon wieder!

Nachdem ich euch einen Blogpost über Edinburgh und Aberdeen versprochen hatte, und das mit dem Post über Amsterdam ja nicht so wirklich was wurde, habe ich mich jetzt hingesetzt und einfach mal einen kleinen Reisebericht runtergetippt. Viel Spaß – und auch beim anschauen der Bilder!

Das Hotel:
Meine beste Freundin und ich hatten ein Zimmer im Holiday Inn gebucht, das direkt neben dem Edinburgh Zoo lag. Nicht ganz zentral, was aber auch gar nicht schlimm war, denn es fuhren genügend Busse in die Stadt. Außerdem war im Zentrum selbst über die Silvestertage einfach alles viel zu teuer. Wir sind am 28.12.17 abends angekommen und sind bis zum 2. Januar geblieben. Alles in allem war es zwar teuer, aber das lag hauptsächlich daran, dass wir so spät gebucht hatten – so mussten wir 400 Pfund zahlen für 5 Nächte. Die Unterkunft war sauber, es gab ein Schwimmbad, mit Sauna und Whirlpool, das Frühstück war ebenfalls mit inbegriffen und es war ziemlich lecker. Dass das Gebäude schon etwas alt war, hat man gemerkt, aber das hat nicht groß gestört – schön war es trotzdem!

In Edinburgh waren wir natürlich am ersten Tag über den Weihnachtsmarkt, der noch geöffnet hatte. In der Nacht vom 28. zum 29. hatte es zudem noch geschneit, wodurch die Atmosphäre einfach so richtig schön weihnachtlich war. Der Weihnachtsmarkt ist unbedingt zu empfehlen – nicht so groß, aber dafür gibts super viele schöne Stände, die allerlei selbstgemachtes verkauften – „Schrott“-Stände, wie es sie hier immer mehr gibt, gab da nicht. Außerdem waren wir am ersten Tag gleich das Schloss besichtigen – durch den Schnee war auch dieser Ausflug extrem schön. Wir hatten super viel Spaß, die einzelnen Gebäude zu erkundigen – und es lohnt sich auf jeden Fall, die 17£ zu bezahlen. Wir hatten keinen Audioguide und es hat trotzdem super viel Spaß gemacht! Für mich ist das Schloss ein absolutes Muss, wenn man in Edinburgh ist!

fullsizeoutput_2d72fullsizeoutput_2d73fullsizeoutput_2d74DSC_0134fullsizeoutput_2d75fullsizeoutput_2d76fullsizeoutput_2d79fullsizeoutput_2d7c

Am 30. besuchten wir den botanischen Garten – etwas, das ich in Städten immer wieder sehr gerne mache, einfach, weil es so wunderschön ist! Wir haben wirklich eine Zeit lang darin verbracht, einfach, weil es so riesengroß war und man sich so schön in den einzelnen Abschnitten verlieren konnte.

fullsizeoutput_2d70fullsizeoutput_2d6f

fullsizeoutput_2d6e
das Schloss von der Hauptbrücke aus betrachtet – ein bisschen unscharf, was meinen mangelnden Fotografiekenntnissen, dem Wetter und den Lichtverhältnissen geschuldet ist. Trotzdem wunderschön!

fullsizeoutput_2d6dfullsizeoutput_2d6c

Da wir unseren Silvesterabend nicht wirklich geplant hatten und eher spontan sein wollten, war es irgendwie seltsam. Erst fanden wir kein Restaurant, weil wir natürlich nichts reserviert hatten. Dann waren wir bei einem Inder/Araber, wo wir innerhalb von einer Stunde aßen. Das essen war zwar sehr lecker, aber es war wirklich nicht so, wie wir uns das vorgestellt hatten. Danach beschlossen wir, noch ein bisschen in der Stadt rumzulaufen. Edinburgh ist am Silvesterabend eine reine Party. Alles wird abgesperrt und eigentlich kommt man nur mit einem entsprechenden Festivalbändchen rein, das man sich vorher besorgen musste. Zudem gibt es mehrere Konzerte im Park, und eine atemberaubende Aussicht aufs Feuerwerk. Und was soll ich sagen – wir konnten aus der Ferne sogar Rag’n’bone Man hören – der Typ hat eine HAMMER geile Stimme – und hatten einen Pub gefunden,

ABERDEEN – Highlights

3. Januar 2018

Die Uni von Aberdeen, an der meine beste Freundin studiert, sieht einfach aus wie Hogwarts – es war herrliches Wetter, als wir spazieren gingen, sodass ich den alten, gotischen Gebäudekomplex in völliger Schönheit bewundern konnte. Dann sind wir außerdem zur Stadtbibliothek gelaufen – von der aus man eine fantastische Aussicht aufs Meer hat. Aberdeen ist schon ein bisschen perfekt. Fotos dazu habe ich leider nur auf dem Handy gemacht – von der Uni habe ich überhaupt keine, weil wir nur vorbei gelaufen sind.

fullsizeoutput_2f6e

fullsizeoutput_2f6f4. Januar 18

Am nächsten Tag ließ ich mir relativ spontan, nachdem ich das neue Jahr etwas abenteuerlich starten wollte, ein Piercing stechen. Als Symbol für einen Neuanfang eigentlich perfekt. Ich hatte es mir schon so lange überlegt, war mir immer unsicher – und das, obwohl es nur ein ganz umspektakuläres Helix ins Ohr werden sollte – und in Aberdeen wusste ich plötzlich, dass ich es einfach nicht länger hinauszögern konnte. Gesagt, getan. Es hat nicht so wehgetan wie erwartet, war aber längere Zeit danach entzündet. Gott sei Dank ist jetzt aber alles abgeheilt und es tut auch nicht mehr weh.

Nach dem Piercing stechen waren wir noch relativ spontan in das Katzencafé. Das ist wahrhaftig ein Café, in dem 6-8 Katzen ein Zuhause gefunden haben, und hier schnurren sie sich mit ihren Macken und Vorlieben in die Besucherherzen. Auch in meins, definitiv! Ich liebe ja Katzen, und dass ich eine allergische Reaktion (vermutlich wegen der Langhaarkatze Princess) hatte, minderte meine Freude in diesem Augenblick überhaupt nicht.

Zum Abschluss dieses wundervollen Tages musste meine Freundin leider arbeiten, aber ich nutzte die Zeit und das gute Wetter und schlenderte noch ein bisschen durch die Innenstadt und machte einen kleinen Spaziergang zum Meer. Gesehen hat man zwar nicht viel, aber alleine das Meeresrauschen ist ja schon super beruhigend und ein automatischer Auslöser von unzähligen Glückshormonen.

5. Januar 2018

Am nächsten Tag standen wir recht zeitig auf, weil wir mit dem Bus in das nahe gelegene Aberdeenshire fahren wollten, um dort zu einer alten Burg, der sogenannten Dunnottar Castle, zu wandern. Das Wetter war leider nicht so gut, sodass es fast die ganze Zeit geregnet hatte und wir durch ziemlichen Schlamm waten mussten. Abends gönnten wir uns dann ein Abendessen beim Inder, von dem ich leider weder den Namen noch weiß, noch die Adresse/Straße. Nur so viel: Es war auf der Hauptstraße, ziemlich teuer und für den Preis nur mittelmäßig lecker. Und trotzdem war es ein total schöner letzter Abend, unter anderem weil wir dann noch mit Freunden etwas in einen Pub trinken gingen.

Alles in allem hatte ich in Schottland eine wunderbare Zeit – ich persönlich fand Aberdeen schöner als Edinburgh, aber ich war auch schonmal in Edinburgh. Nochmal würde ich es nicht extra besuchen würden – da hab ich definitiv alles wichtige gesehen! Trotzdem kann ich euch eine Reise in das vereinigte Königreich nur empfehlen! Es ist einfach immer wieder ein schönes Erlebnis.

So! Der eine Reisebericht ist fertig – der nächste kommt auch bald! Stay tuned, denn der Urlaub steht kurz vor der Tür – und es ist auf jeden Fall etwas, was man so erstmal nicht mit mir in Verbindung setzen würde! Wart ihr schonmal in Schottland? Wenn ja, habt ihr Tipps, wo man auf jeden Fall auch hin sollte? Jetzt halte ich mal still und lasse euch die restlichen Fotos genießen!

IMG_4885IMG_4886

IMG_4966
der berühmte Fackelzug in Edinburgh am 30. Januar! Danach ist es Tradition, dass man mit den Kleidern in den eiskalten Fluss springt. Da haben wir definitiv gepasst 😉

fullsizeoutput_2f69
Das Nelson Monument auf dem Calton Hill in Edinburgh – es war ziemlich nass, kalt und windig. Typisch schottisch eben!

fullsizeoutput_2f65

IMG_4997
mein Harry Potter-Fangirlherz kam in Schottland auch nicht zu kurz!

fullsizeoutput_2f6a
der Vulkan Arthurs‘ Seat in Edinburgh… da waren wir am 1.Januar. Leider konnten wir nicht mehr ganz hoch, weil es schon gedämmert hat..

fullsizeoutput_2f6b

fullsizeoutput_2f6d
Kurz vor unserer Abreise mussten wir nochmal ins Cup Tea, um uns diesen Nachmittagstee zu gönnen. Eine absolute Empfehlung, wenn ihr also in die Charlotte Street könnt, müsst ihr da unbedingt vorbei schauen! Am besten vorher reservieren!

fullsizeoutput_2f76
der letzte Tag in Aberdeenshire, der kleine Hafen.

fullsizeoutput_2f77fullsizeoutput_2f79

IMG_5235
Dunnottar Castle. Regen, Meer, schottisches Hochland und Berge. Klischeehaft schön!

IMG_5172
in vino Veritas!

fullsizeoutput_2f70

fullsizeoutput_2f73
abschließend das wohl beste: Flausch! ❤

fullsizeoutput_2f74fullsizeoutput_2f72fullsizeoutput_2f71

relaxing routine

Es ist mal wieder so weit. Das Stresslevel bei mir ist extrem hoch, da Klausurenphase ist. Letzten Donnerstag habe ich meine zweite geschrieben – Marketing. Die Woche davor stand Kulturphilosophie auf dem Programm. Marketing lief relativ gut, aber nicht so gut, wie ich wollte. Und das, obwohl ich BWL 3 Tage davor schon verschoben habe, weil ich wusste, dass das sonst beides komplett in die Hose gehen würde. Damit ich optimal  für meine beiden nächsten Klausuren – Rechnungswesen und Unternehmensführung – lernen kann, ist es für mich persönlich am besten, einen sehr strukturierten Tagesablauf zu haben, in dem aber auch Zeit für mich bleibt. Es gibt ein paar kleine Dinge, die ich an anstrengenden Tagen gerne mache, um einfach den Kopf frei zu bekommen, um wieder neue Motivation und Energie zu sammeln, um den Körper zu entspannen. Und ein paar dieser Tipps möchte ich euch gerne vorstellen.

Handyfasten: 

Morgens fängt mein Tag meistens damit an, dass ich zwischen 6:30 und 7:30 aufstehe, dusche und danach ganz entspannt frühstücke. Müsli, Cornflakes, Brot, manchmal sogar Haferbrei oder Rührei. Die Tasche habe ich, wenn ich gut organisiert bin, schon abends gepackt. Dennoch habe ich ein Problem mit meiner „Morgenroutine“: Ich verbringe zu viel Zeit auf dem Handy. Bereits in den ersten beiden Tagesstunden. Und das möchte ich mir definitiv abgewöhnen – denn die Handbreit nimmt mir so viele Minuten, in denen ich produktiv sein könnte, und in denen ich auch produktiv sein will. Und ich merke vor allem, dass es mir sehr viel leichter fällt, mich auf meine Aufgabe zu kontrollieren, wenn ich mein Handy ausschalte und außer Sichtweite lege. und es muss auch wirklich ausgeschaltet sein. Im Flugmodus ist es immer noch eine Ablenkung für mich. Und entspannt mich definitiv nicht, dieses zwanghafte checken von Instagram und twitter, damit ich „ja nichts verpasse“. Deswegen versuche ich momentan, mir immer mal wieder kleine Auszeiten zu gönnen – und wenns nur zwei bis drei Stunden sind.

Yoga/Blackroll/Sport:

Etwas, das mir ebenfalls immer super hilft, wenn ich mich wirklich überhaupt nicht konzentrieren kann, ist Sport. Kaum zu glauben, dass ich das gerade schreibe, aber ja. Vor allem laufen gibt mir so viel Energie und macht meinen Kopf einfach nur frei. Momentan gestaltet sich das laufen etwas schwierig, da ich oft erst nach Hause komme, wenn es schon dunkel ist, oder ich bin erkältet. So wie heute. Dennoch versuche ich, manchmal im Fitnessstudio das Laufband zu nutzen. Ich habe zwar unglaublich viel Kondition und Tempo verloren seit meiner Laufpause letzten Sommer, dennoch möchte ich wieder rein kommen – unter anderem auch, damit ich fit bin für den Surfurlaub, den ich für Ende März gebucht habe. Aus diesem Grund möchte ich auch anfangen, mich regelmäßig zu dehnen, sei es mit Yoga oder mit der Blackroll. Letztes Semeter hatte ich ja Faszienyoga an der Uni gemacht und ich habe echt Fortschritte gemerkt – nach ein paar Monaten sind mir einige Übungen schon viel leichter gefallen und vor allem war ich danach immer mega entspannt und trotzdem irgendwie wach. Und weil ich mich sehr gerne an dieses Gefühl zurückerinnere, will ich mir wieder dafür Zeit nehmen.

lesen 

Lesen ist schon immer eine Leidenschaft von mir gewesen. Quasi seit ich klein bin. Ich habe mir das Lesen selbst beigebracht – mit Hilfe eines aufgeklebten Alphabets an unserem Kinderzimmerschrank und den Elmar-Büchern von David McKee. Ich liebe den bunt karierten Elefanten heute noch – schließlich hat er mir zu einer wichtigen Fähigkeit geholfen. Am liebsten lese ich in einer gemütlichen Atmosphäre relativ leicht verdauliche Literatur. Da ich für die Uni sehr viel lese, fällt es mir abends jedoch oft schwer, mich auf die Geschichten zu konzentrieren. Momentan lese ich dafür etwas weniger, aber wenn, dann immer mit einer Duftkerze und einer Tasse Tee. Ich habe auch einige Bücher, die ich dieses Jahr lesen möchte. Und oh, die Rory’s Lesechallenge gibt es ja auch noch. Aber momentan fällt es mir auch echt schwer, ein Buch am Stück zu lesen. Auch hier möchte ich wieder ein wenig konsequenter sein. Ich habe so viele gute Bücher im Regal, und es wäre schade, wenn sie auf meinem SuB bleiben würden.

abendroutine4

Malen/ Klavier spielen/ kreativ sein 

Abends schalte ich liebend gerne ab, indem ich kreativ werde. Womit, spielt eigentlich hier keine so große Rolle. Ich liebe es, bei einem Glas Wein entweder Klavier zu üben, ein bisschen zu malen in meinem Ausmalbuch für Erwachsene, oder auch durch Tumblr und Pinterest zu scrollen, um mir neue Ideen für Dekoration zu suchen. Wen es interessiert – momentan übe ich einen Bach und „Liebesträume“ von Franz Liszt.  Letztens habe ich mir z.B. eine Weltkarte zum freirubbeln gekauft, und ich bin einfach nur verliebt in dieses Teil! Mittlerweile habe ich mir auch wieder ein „Bullet Journal“ zugelegt, das ich aber eher als Motivations-Journal nutze. Hier dokumentiere ich Dinge, die mich glücklich machen, Ziele für dieses Jahr, Fortschritte, gelesene Bücher, Träume, undsoweiter. Auch hierfür suche ich im Internet liebend gerne nach Ideen.

Was macht ihr denn am liebsten zum entspannen? Habt ihr ultimative Tipps, wie ich in der stressigen Zeit, und auch für die kommende Zeit dazwischen immer mal wieder entspannen kann? Ich möchte das beste aus mir rausholen und ich weiß, dass ich dafür auch meine inneren Ruhepole schaffen muss und mir Zeit für mich selbst nehmen muss. In der Regel schaffe ich das ganz gut, meistens jedoch, wie bereits oben beschrieben, bin ich dabei am Handy und absolut unproduktiv – und das möchte ich definitiv nicht mehr. Ich für meinen Teil mache es mir jetzt auf jeden Fall noch ein wenig gemütlich, vielleicht mache ich mir noch eine Gesichtsmaske – und dann geht’s erneut los in eine stressige Woche. Ich hoffe, ihr könnt alles, was ihr euch vorgenommen habt, mit der nötigen  Motivation anpacken – startet gut in den Montag, seht ihn einfach mal als Neuanfang!

Eure,

Caro xx

abendroutine1abendroutine2abendroutine3

 

AMSC – Arts Management Student Conference 2018

Hallo Freunde!

Es könnte sein, dass es in nächster Zeit auf meinem Blog mal wieder etwas ruhiger wird, da ich gerade mitten im Ende-des-Semesters-Stress bin und zudem noch mitten in der Klausurenphase – 5 Klausuren ist ja auch nicht ohne. Und irgendwie komm ich nicht zum lernen, weil ich ständig arbeiten muss, oder proben muss, oder in der Uni sitze – oder mal eben ein Wochenende nach Hamburg fahre. Allerdings hat mir das Wochenende in Hamburg wichtige Erkenntnisse mit auf den Weg gegeben, die ich auch gerne mit euch teilen möchte! Jetzt fragt ihr euch bestimmt, wo ich überhaupt war? Bleibt einfach dran… Es lohnt sich. Versprochen!

Arts Management Student Conference 2018

In diesem Jahr fand nach der 11. Jahrestagung des Fachverbands Kulturmanagement zum Thema „Cultural Leadership & Innovation“ in Hamburg ebenfalls zum ersten Mal die Arts Management Student Conference statt – organisiert von Studenten der Hochschule für Musik und Theater Hamburg, für Studenten und Kulturschaffende aus aller Welt. Die drei Tage, von freitags bis sonntags, waren ziemlich vollgepackt. Da der Orkan Friederike meine Freundin und mich daran hinderte, bereits am Donnerstag zu fahren, konnten wir erst Freitagmorgens los, und waren somit auch erst um 12 Uhr in Hamburg. Dies war aber nicht weiter schlimm, da das Programm noch bis in den späten Abend hinein ging.

Thema der Konferenz war „Utopias for the Cultural Landscape of tomorrow (Cultural innovation and an international perspective on culture and arts management). Es gab am Freitag noch einige spannende key notes zum Thema leadership, mein persönliches Highlight an diesem Tag war Stefan Rosu, der künstlerische Intendant des niederländischen Symphonieorchesters.

Auch am Samstag gab es ein paar spannende Beiträge, von Workshops über Projektmanagement, in denen wir hierarchische Gruppenstrukturen untersucht haben, so auch von einigen Studenten über beispielsweise ‚queer economics‘, also über die Vermarktung der LGBTQ-Community und deren Rolle in Kulturveranstaltungen,  und danach natürlich auch noch die klassische Party. Am Sonntag in der früh ging es gleich weiter mit einer super spannenden key note von Jurriaan Cooiman, der über Projektmanagement geredet hat und dabei einige spannende Fragen aufgeworfen hat. Auch einen praktischen Aspekt gab es, mit Input von Musikstudenten der HfMT Hamburg, was nocheinmal eine andere Perspektive auf die Frage nach Utopien geöffnet hat. Eines meiner persönlichen Highlights des Tages war jedoch Veronica Kaup-Hasler, die jahrelang den steirischen Herbst geleitet hat, und super spannende künstlerische Projekte ins Leben gerufen hat.

AMSC16
Jurriaan Cooiman

AMSC14
Veronica Kaup-Hasler

Dazwischen gab es viel Zeit zum Kontakte knüpfen, zum Freundschaften knüpfen, zum endlosen Hin und Herlaufen, zum reden, essen, und lachen. Ich habe Leute aus Brasilien kennengelernt, mit jemandem geredet, der beim Rockville arbeitet, mit ziemlich vielen spanischen Studenten super spannende Unterhaltungen geführt, ich habe eine aus Israel kennengelernt, die eine Museums-App entwickelt hat, durfte mit Katharina Pfennigstorf, der Leiterin des Kulturmanagementstudiengangs am IKM in Wien reden, undsoweiter undsofort! Es war so ein spannendes Wochenende und ich habe richtig viel mitgenommen – sowohl inhaltlich als auch für mich persönlich.  AMSC4

Mich hat das Wochenende nochmal in meiner Ansicht bekräftigt, dass es genau das ist, was ich in meinem Leben machen möchte – Projekte organisieren, Menschen durch Kunst und Kultur zusammenbringen, sie aus ihrem Alltag abholen, oder diesen verschönern, oder eben diesen kurz vergessen lassen, wenn sie es brauchen. Mit anderen Menschen zusammen tolle Projekte kreieren, die für so viele Menschen einen wertvollen Mehrwert haben – und dabei auch selbst auf meine Kosten kommen. Genau im Bereich von Festival-, Projekt- oder Orchestermanagement möchte ich arbeiten, weil man so vielen Menschen eben so viel gutes tun kann. Das hat mir nochmal einen ziemlich großen Motivationsschub gegeben für die kommende Klausurenphase – ich weiß jetzt wieder, wozu ich den ganzen BWL-Kram eigentlich mache, und bin mir sicher, dass ich auch davon einiges mitnehmen kann und anderen gegenüber einen Vorteil habe, wenn ich das freiwillig und im Bachelor mache.

Des Weiteren ist mir auch nochmal klar geworden, wie wichtig es ist, im Alltag seine eigene Handlungen und Gedanken ständig zu hinterfragen, denn nur so kann man sich weiterentwickeln und der „Utopie“, die man für sich selbst gesetzt hat, näher kommen. Ich bin ja generell ein großer Fan davon, sich ständig weiterzuentwickeln, aber dazu gehört eben auch das Hinterfragen einer Ansicht. Nur, weil wir es nur so kennen, heißt es ja nicht, dass es nicht auch anders funktionieren kann. Diesen Aspekt habe ich z.B. insbesondere festgestellt, als Leute, die aus Dritt-Welt-Ländern kamen, davon geredet haben, dass bei ihnen im Land die politischen und wirtschaftlichen Probleme so groß seien, dass die Menschen im Alltag dann kaum Kunst oder Kultur konsumieren. Das hat mir zusätzlich nochmal deutlich gemacht, wie privilegiert wir in Deutschland eigentlich sind und dass wir uns über Kleinigkeiten eigentlich gar nicht beklagen müssten.

Ihr merkt – mein Wochenende war ziemlich spannend und erkenntnisreich, sodass ich mich über die fehlende Lernzeit eigentlich überhaupt nicht beklagen kann. Und, das allerbeste? Im nächsten Jahr ist die Konferenz in Wien – und eventuell werde ich schon im September dahin fahren, damit wir den Studentinnen, die die Organisation dort übernehmen, dort ein bisschen vom Wochenende erzählen können und denen Tipps und Tricks geben können. Ich freue mich schon sehr darauf und hoffe, dass es sich mit meinem Unialltag dann auch vereinbaren lässt!

Ich hoffe, euch hat der Beitrag gefallen – und wenn ihr irgendwelche Fragen haben solltet, seien diese studienrelevant oder zu der Konferenz – schreibt mich gerne an, hinterlasst mir Kommentare! Die Fotos in diesem Beitrag gehören der AMSC – auf deren Facebook-Seite gibt es die zu finden, und auch noch viele weitere schöne Bilder und Erinnerungen an das Wochenende! Dieser Beitrag ist KEINE Kooperation und ich werde auch nicht dafür bezahlt, aber ich finde es einfach wichtig, dass ich hier auch über solch spannende Veranstaltungen schreibe. Bis zum nächsten Mal,

eure

Caro xx

AMSC5AMSC6

AMSC7
auch für die Verpflegung und genügend Zucker und Koffein war auf diesen anstrengenden Tagen hervorragend gesorgt – selbst mit vegetarischen und begannen Alternativen! Danke!

AMSC9AMSC11AMSC13AMSC15AMSC1AMSC2AMSC8

neues Jahr – neues Glück?

Auf die Plätze… fertig… los! Och nöööö! Nicht schon wieder ein schnöder Blogpost, der über Vorsätze labert, die doch nicht eingehalten werden. Doch! Genau so einer wird das! Natürlich hoffe ich, dass ich meine Vorsätze dieses Jahr zu meiner Zufriedenheit einhalten kann. Denn letztes Jahr habe ich gemerkt, dass mich das Erreichen von Dingen, die ich mir vornehme, auch tatsächlich motiviert, weiterhin für Dinge, die ich gerne mache, zu kämpfen. Für mich selbst. Das ist das schwierigste an der ganzen Sache. Ich muss immer das Gefühl haben, dass ich es für mich selbst mache – brauche aber gleichzeitig auch Anerkennung für meine Fortschritte. Klingt komisch, ist es bestimmt auch. Aber was ist schon normal! Auf jeden Fall habe ich jetzt genug gelabert und nehme euch mit auf eine kleine gedankliche Reise, wie ich mir mein nächstes Jahr vorstelle. Ein paar Dinge werde ich aus dem alten Jahr mitnehmen (Wie soll es auch anders sein!), ein paar kommen neu hinzu – so, wie das sein soll, wie ich finde.

Plastikmüll reduzieren

Ein Thema, mit dem ich mich schon sehr lange beschäftige, ist umweltfreundlicheres Leben. Es ist nicht immer leicht, alles hundertprozent richtig zu machen, oder immer auf Müll zu verzichten. Weil ich mich die letzten paar Monate noch intensiver mit dem Thema auseinandergesetzt habe, hauptsächlich auf meiner Ernährung basierend, ist mir stärker aufgefallen, wie viel Müll ich eigentlich so produziere. Und das muss aufhören. Denn sehr vieles kann einfach reduziert werden. Zum Beispiel will ich öfter auf den Wochenmarkt einkaufen gehen – da ich sowieso viel frisch koche, wird mir dieser Schritt wohl vergleichsweise einfach fallen. Aber auch, was Shampoo und Kosmetik angeht, werde ich nächstes Jahr einige Veränderungen starten. Ich habe dieses Jahr zu Weihnachten so viele Kosmetikartikel geschenkt bekommen, dass ich locker die nächsten fünf Jahre nichts brauche. Zudem will ich auf Naturshampoo und Co. umsteigen und Seifen benutzen – aber eigentlich könnte ich dazu einen kompletten, weiteren Blogpost schreiben.  Zu diesem Thema habe ich mir schon einige interessante Lektüren bestellt, damit ich einen Anhaltspunkt habe, an dem ich anfangen kann. Falls ihr irgendwelche Tipps für mich habt, dürft ihr mir auch gerne einen Kommentar hinterlassen! Lasst es mich auch gerne wissen, wenn ihr zukünftig mehr Blogposts darüber lesen wollt!

weniger zerdenken – mehr machen

Eines meiner größten, persönlichen Probleme ist, dass ich so viele Situationen zerdenke, mich daraufhin unwohl fühle und vieles vermassele, weil ich mich nicht traue, zu handeln. Und das, obwohl ich eigentlich weiß, dass ich intuitiv keine absurden Entscheidungen treffe. Ich will lernen, mehr für den Moment zu leben, und vielleicht auch öfter mal Gefühle zeigen oder darüber reden. Denn das fällt mir immer unglaublich schwer. Vielleicht liegt das auch daran, dass ich momentan in einer Lage stecke, in der es mir als den einzigen Ausweg erscheint, über meine Gefühle zu reden und mich etwas zu trauen – aber ich denke, ich kann daraus nur lernen und aus mir wachsen.  Spontanität besitze ich eigentlich, und wenn ich mir sicher bin, dass ich etwas will, ziehe ich es meistens auch durch.

 

BA-Arbeit schreiben und Weiterbildung

Auch die gehört bei mir zu diesem Jahr dazu. Erstmal heißt es natürlich, die Klausurenphase heil überstehen, die für mich dieses Jahr im Vergleich zu den vorigen Semestern ziemlich heftig wird, aber danach steht auch schon gleich das wohl größte Projekt meines Studiums in den Startlöchern. Bis auf ein grobes Thema habe ich mir noch keine allzu großen Gedanken darüber gemacht, worüber ich schreiben will, das Einverständnis der Dozenten, bei denen ich schreiben will, muss ich mir auch noch einholen – es gibt also viel zu tun. Und wie immer gehört bei mir auch die persönliche Weiterentwicklung, das lernen von neuen Dingen ganz generell zu den Sachen, die ich eigentlich auslebe und die ich noch intensiver machen will. Ich finde es geil, Dinge zu wissen, die mich interessieren, ich finde es geil, mich weiterzubilden – und ich möchte dies auch im Jahr 2018 tun. Und das erste Projekt dafür steht auch schon im Januar an, denn am Donnerstag geht es zu einer Kulturmanagement-Konferenz, die von Studierenden der Hochschule für Musik und Theater organisiert wurde, nach Hamburg.  Dazu gibt es selbstverständlich auch nochmal einen Blogpost. Und mit der Entscheidung über die Wahl eines Masterstudienganges wird sich der Vorsatz, neue Dinge zu lernen auch nochmal sicherlich verstärken. All das sind Meilensteine, über die ich mich wahnsinnig freue.

 

mehr Kultur konsumieren

Eigentlich ist es ziemlich traurig, dass selbst ich als Kulturwissenschaftsstudentin so einen Punkt hier aufführen muss. Dennoch merke ich, dass ich eigentlich viel zu wenig Kultur konsumiere, obwohl es mich eigentlich immer begeistert. Ich gehe zu selten in Museen, besuche viel zu wenig klassische Konzerte und meine Kinobesuche halten sich auch in Grenzen. Und das, obwohl es hier in Hildesheim ja keinen Mangel an Angeboten gibt. Schade eigentlich, dass man sich dafür nicht die Zeit nimmt. Und ich will versuchen, mindestens 1-2 Mal im Monat irgendeine Kulturveranstaltung zu besuchen. Denn gerade bei live Veranstaltungen lernt man so viel – egal, ob als passiver Zuschauer oder als Teil des Ganzen. Kultur ist wichtig und ich finde, Kultur ist etwas, wofür es sich lohnt, Geld auszugeben und das man auf jeden Fall unterstützen soll.

 

der Klassiker – mehr Sport machen

Ich habe einfach gemerkt, wie extrem gut es mir getan hat, abzunehmen und ständig so viel Sport zu machen. Im Sommer war ich sowohl körperlich als auch mental in Höchstform. Selten habe ich mich so wohl gefühlt. Und dann kam Wien, der Hochsommer, 12+ Stunden Arbeit am Tag – und das für einen Monat. Da hatte ich irgendwie weder Lust noch die Motivation, dann auch noch laufen zu gehen, weil ich nach der Arbeit immer so kaputt war. Und auf die Ernährung achten ging da auch nicht – und zack, waren natürlich auch die Kilos wieder da. Nicht alle, aber doch die Hälfte. Und das ist extrem schade, wie ich finde. Ich möchte das Körpergefühl wieder zurück, ich möchte wieder öfter laufen gehen, die Bewegung wieder in meinen Alltag integrieren. Dass dabei die Zahl auf der Waage nicht das wichtigste ist, möchte ich jedoch auch im Hinterkopf behalten. Gemerkt habe ich das vor allem nochmal zu Weihnachten. Seit Oktober ging ich regelmäßig 2-4 Mal die Woche ins Fitnessstudio – und obwohl die Waage kein Gramm weniger anzeigte, meinten zu Weihnachten alle, dass ich abgenommen habe. Das hat mich irgendwie entspannt. Natürlich sollen mal wieder 10 KG runter und ich weiß, dass ich das definitiv schaffen kann – ob mit oder ohne Kalorienzählen wird sich zeigen. Außerdem geht es im März vermutlich zu meinem allerersten Surfurlaub – und ich möchte da ein bisschen Form haben und nicht komplett der Fetti sein. 😉

Detox

Damit meine ich nicht, meinen Körper zu entgiften, oder sonst irgendwelche gesundheitliche Kur, die irgendwas mit Ernährung zu tun hat. Nein. Gemeint ist damit sowohl Digital Detox als auch ein „Konsum“-Detox. Eigentlich nehme ich mir die Vorsätze auch immer wieder vor und es klappt nur so semi gut. Aber da ich dieses Jahr im Oktober wohl wieder umziehen werde, will ich nicht mehr so viel unnötiges Zeug kaufen. Bücher, die ich nicht mehr lesen werde, Kerzen, Stifte, Notizblöcke, von denen ich noch 20 leere habe, und und und… Das alles sind Dinge, von denen ich zu viel hab, und die ich eigentlich nicht brauche. Ich will versuchen, mein Konsum auf ein Minimum zu reduzieren. Auch meinen Kleiderschrank will ich öfter ausmisten – wer braucht eigentlich 20 verschiedene Jeans? Ich irgendwie nicht. Das habe ich dieses Jahr mehr denn je gemerkt und möchte es in meinen umweltschonenden Lebensstil integrieren.

Auch das Digital Detox nehme ich mir eigentlich immer wieder vor – und merke dann immer wieder, dass ich nichts bewusst dafür tue. Ich daddle trotzdem viel zu oft auf Facebook, Twitter, Jodel und instagram rum, träume mir das Leben, das ich gerne haben möchte. Ich öffne unbewusst beim Essen die Twitter App, gucke gleich nach dem Aufstehen aufs Handy. Und das, obwohl ich genau weiß, dass ich eigentlich nichts verpasse. Und das möchte ich dieses Jahr ebenfalls verbessern. Ich muss nicht in einer Welt leben, in der ich denke, dass ich etwas verpasse – denn dadurch verpasse ich nur mein Leben, das reale Leben, das ich habe. Und das ist durchaus lebenswert und meistens ziemlich super! Auch hier habe ich gerade wieder das Gefühl, dass ich einen separaten Blogpost dazu schreiben könnte. Oder ich schreibe allgemein zu viel…

 

Ich hoffe, ihr seid entspannt ins neue Jahr gestartet und seid schon wieder im Rhythmus drin! Bei mir hat am Montag die Uni wieder gestartet und damit auch die Klausurenphase. Mit Schrecken habe ich festgestellt, dass es nur noch knapp 4 Wochen bis zu meiner ersten Klausur sind. Zu hüüüülf… Wie dem auch sei! Ich melde mich bald wieder! Falls ihr es bis hierhin geschafft habt – WOW! Ich bewundere deine Ausdauer und DANKE dafür, dass du mich anscheinend so gerne liest! Trotz Chaos und Durcheinander und Verplantheit – ich hoffe, das stört euch nicht allzu sehr! Ich bin auf jeden Fall jetzt wieder sehr motiviert, voll durchzustarten. Seid ihr dabei?!? Was sind eure Vorsätze fürs neue Jahr? Habt ihr welche, oder findet ihr das unsinnig?